Brillenpflege

Sommerzeit, Urlaubszeit. Der Mensch entspannt, die Brille leidet. Unter Staub, Sand und Schweiß. Damit das liebe - und teure - Stück die Strapazen gut übersteht, lohnt es sich, einige einfache Brillenpflegetipps zu beachten. Und das nicht nur im Sommer: Zu jeder Jahreszeit muss die Brille mit den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen fertig werden. Hier ein paar Hinweise für klaren Durchblick.

Gläserpflege
Vorab eine Warnung: Papiertaschentücher sind zur Reinigung von Brillengläsern absolut ungeeignet! Sie bestehen aus Zellstoff, beigemischt sind aber auch mineralische Füllstoffe. Beim Putzen nehmen die Taschentücher zusätzlichen Schmutz, Staub oder Sand von den Brillengläsern auf und verteilen ihn anschließend auf der gesamten Glasoberfläche. Dabei wirken sie wie ein Schleifpapier und machen selbst die härtesten Oberflächen mit Mikrokratzern "blind". Besser geeignet für die schnelle Pflege zwischendurch sind spezielle Brillenputztücher oder Mikrofasertücher. Für die regelmäßige Reinigung empfehlen sich Brillenpflegemittel und -sprays aus dem Optikfachgeschäft. Diese Mittelchen säubern Kunststoff- und Mineralgläser schonend und gründlich, überdies wirken sie antistatisch. Staub und Schmutz haften dadurch nicht so leicht am Glas, es bleibt länger sauber. Eine günstige Alternative zu Pflegesprays sind Wasser, Spülmittel und ein frisches Geschirrhandtuch.

Fassungspflege
Markenfassungen sind zwar in hohem Maße gegen alle Umwelteinflüsse geschützt. Trotzdem sind Brillen durch Schweiß, Kosmetika und Schmutz hohen Beanspruchungen ausgesetzt, die durch regelmäßige Pflege gemildert werden können. Auch hier hilft ein kurzes Bad unter lauwarmen fließenden Wasser in Kombination mit ein Paar Tropen Spülmittel.

Ultraschall-Intensivkur
Ab und zu sollte die Brille ein Vollbad beim Optiker nehmen. Von wegen der staubigen Servicewüste Deutschland: Eigentlich alle Optiker bieten das Vollwaschprogramm für die Brille im Ultraschallbad kostenlos an. Die Gläser sind in wenigen Minuten sauber, außerdem sieht der Optiker verdeckte Schäden und kann sie gleich beheben. Sollen auch Fassung und Nasenstege gründlich gereinigt werden, dauert es etwas länger: Der Optiker zerlegt dann die Brille vor der Ultraschallreinigung in ihre zahlreichen Einzelteile. In wenigen Minuten hat dann die Brille ihren alten Glanz zurück.

Kratzer im Glas?
Lassen sich Kratzer im Glas wieder reparieren? Die (bedauerliche) Antwort: Leider nein. Denn Brillengläser bestehen nicht nur aus einer Scheibe Glas oder Kunststoff, sondern sind mit zahlreichen Schichten zur Entspiegelung, zur Tönung und anderen Zusatzausstattungen mehr versehen. Kratzer im Glas haben also auch die Zusatzschichten beschädigt. Ein "Rauspolieren" der Kratzer, wie es bei Handy-Displays oder CDs manchmal möglich ist, funktioniert bei Brillengläsern deshalb nicht. Sie würden mit diesen Versuchen die Gläsern nur noch weiter beschädigen. Eine verkratze Brille sollte bald ersetzt werden: Die mikrofeinen Riefen streuen das Licht und sorgen so für Reflexe und Streuungen - das Auge muss ständig korrigieren und ermüdet schneller.

Quelle: www.sehen.de

Foto: © Balin - Fotolia.com

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